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[ U-Bahn-Archiv / U-Bahn-Geschichte(n) / verschwundene Zugänge ]
U-Bahnhof Hermannplatz, Verbindungsgang und Zugänge

Der Hermannplatz im Oktober 1962. Beidseits der Straßenbahngleise sind die nördlichen Eingänge zur U-Bahn zu erkennen von denen heute nur noch der in Bild untere (östliche) vorhanden ist.

Mit der Anlage des U-Bahnhofes Hermannplatz wurde auch die oberirdische Platzgestaltung Ende der 1920er neu geordnet. Die Straßenbahngleise bekamen eine neue Trasse und von vornherein war beidseits der Trasse jeweils ein Ausgang vorgesehen, um Störungen des Straßenbahn- betriebes durch querende Fußgänger gering zu halten.

Mit der Einstellung des Straßenbahnbetriebes auf dem Hermannplatz Mitte der 1960er Jahre wurde diese Lösung überflüssig und Anfang der 1980er Jahre bei der Umgestaltung des Platzes wurde der nördlichere der beiden Zugänge aufgegeben und zurückgebaut. Am Nordende des oberen Bahnsteiges des Bahnhofes Hermannplatz ist noch heute der Gang zu diesem Ausgang zu erkennen, in den vor wenigen Jahren ein Kundenzentrum der BVG eingebaut wurde.



Zugang in der Hermannstraße mit Blick auf das im zweiten Weltkrieg
zerstörte Kaufhaus Karstadt am Hermannplatz



Treppe zum ehemaligen Zwischengeschoß mit den nachträglich
eingebauten Räumen der Kantine


Zum oberen Bahnsteig des U-Bahnhofes Hermannplatz ist heute noch ein direkter Eingang von der Hermannstraße aus vorhanden. Jedoch ist dieser verschlossen und für Fahrgäste nicht nutzbar, so daß diese aus der Hermannstraße einen recht langen Umweg in Kauf nehmen müssen, um die U-Bahn zu erreichen.

Dieser eigentlich recht sinnvolle Zugang wurde beim Bau des Kreuzungsbahnhofes mit errichtet und 1927 in Betrieb genommen. Der heute nur Betriebspersonal zugängliche Bereich, ist noch gut als eigentlich öffentlicher Zugang zu erkennen. Ähnlich wie am Bahnhof Uhlandstraße wurde jedoch in einem neu geschaffenen Betriebsraum ein Regionalstellwerk errichtet, das einer Wiedereröffnung dieses Eingangs im Wege stände. Im ehemaligen Zwischengeschoß hat außerdem eine kleine Kantine Räume bekommen. Pläne zur Wiedereröffnung sind derzeit nicht bekannt.



Der Fußgängertunnel verband das westliche Zwischengeschoß mit dem Karstadtzugang


Zustand und Nutzung des ehemaligen Verbindungsgangs 2003

Mit der Eröffnung von Karstadt am Hermannplatz wurden auch die direkten Zugänge des Kaufhauses zu den Bahnsteigen der U-Bahn-Linien C und D (heute U7 und U8) eröffnet. Vom Zugang zur heutigen U7 zweigte vor dem fahrscheinpflichtigen Bereich ein Gang zum westlichen Zwischengeschoß ab. Durch diesen Gang konnte man von Karstadt auf direktem Weg und ohne die verkehrsreiche Straße Hasenheide überqueren zu müssen zum Veranstaltungs- und Vergnügungszentrum "Neue Welt" gelangen. Für Fahrgäste der U-Bahn war dieser Gang allerdings ohne Bedeutung.

Nach der Zerstörung und dem stückweisen Wiederuafbau von Karstadt wurde die direkten Zugänge und somit auch der Verbindungsgang nicht wiedereröffnet. Aus dem Verbindungsgang wurden Betriebsräume. 1976 wurden die Karstadtzugänge dann ohne den Verbindungsgang wiedereröffnet.

Eine ausführliche Dokumentation zum Verbindungsgang befindet sich auf der Internetseite zum Hermannplatz: www.berlin-hermannplatz.de.

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